Die Neugierde eines einzelnen Menschen steht oft am Beginn einer wissenschaftlichen Entdeckung. Diesen Drang, Neues entdecken zu wollen, stellt die bekannte Fotokünstlerin Herlinde Koelbl in den Fokus ihres internationalen Projekts „Fascination of Science“. In dem dazugehörigen Bildband Faszination Wissenschaft (Knesebeck, € 35,– ) porträtiert sie 60 der weltweit renommiertesten Naturwissenschaftlerinnen und Nobelpreisträger. Eine Formel, eine Philosophie, ein Zitat: Die Fotografin bat alle Porträtierten, die Essenz ihrer Forschung auf die Hand zu notieren.
Are we alone? liest man etwa in der Handinnenfläche von Avi Loeb, Professor für Astrophysik an der Harvard University, der es mit Blick auf außerirdische Zivilisationen für „sehr wahrscheinlich hält, dass wir nicht alleine sind“. Die Immunologin Faith Osier („Make Malaria history“) sieht ihre Rolle darin, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu inspirieren, den Wandel in Afrika voranzutreiben. Der Psychologe Onur Güntürkün, der erforscht, wie das Denken im Gehirn entsteht, saß bereits als Kind im Rollstuhl und resümiert: „Meine Narben habe ich mir mehr im Überlebenskampf des akademischen Alltags als im Rollstuhl geholt.“