Mitmachen! – Teilnehmer gesucht
Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen ausgesuchte Studien vor, an denen Sie sich beteiligen können.
Wenn Sie hier auf eine eigene Untersuchung hinweisen möchten, wenden Sie sich bitte unter
studien@psychologie-heute.de oder Telefon 06201/6007-379 an Thomas Saum-Aldehoff.
Hinweis: Alle Links zu den Internetseiten der Projekte öffnen ein neues Fenster.
Wie erholsam ist ein Kurzurlaub?
Ein Forschungsprojekt an der Universität Konstanz geht der Frage nach, wie gut man sich in einem Kurzurlaub erholen kann und was einen erholsamen Kurzurlaub ausmacht. Als Teilnehmer werden berufstätige Frauen und Männer gesucht, die einen Urlaub planen, der mindestens vier Tage und höchstens eine Woche dauert. Auch ein verlängertes Wochenende (4 bis 7 Tage), das zum Beispiel bei Verwandten oder daheim verbracht wird, zählt.
Die Teilnehmer füllen in einem bestimmten Zeitabschnitt insgesamt – entweder per Internet oder als Papierversion – vier kurze Fragebögen aus, beginnend in den ersten zwei Wochen vor dem geplanten Urlaub. Während des Urlaubs selbst sind aber keine Fragen zu beantworten! Die Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Jeder Teilnehmer erhält nach Abschluss der Studie eine Zusammenfassung über die Forschungsergebnisse. Zusätzlich werden Buchgutscheine verlost.
Wer teilnehmen möchte, schickt bitte für die Anmeldung eine kurze E-Mail mit dem genauen Reisezeitraum seines nächsten Kurzurlaubs an diese Adresse: kurzurlaub@uni-konstanz.de. Teilen Sie bitte auch mit, ob Sie die Fragebögen per E-Mail oder als Papierversion erhalten möchten. Sie bekommen die Fragebögen dann immer automatisch zugeschickt.
Gedanken, die den Schlaf rauben
Wie wirken sich belastende Gedanken auf den Schlaf und das subjektive Stressempfinden aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Studie, für die Stefanie Gosch an der Verhaltenstherapie-Ambulanz der Frankfurter Goethe-Universität noch Teilnehmer sucht. Diese „erhalten unterschiedliche Anweisungen, worüber sie vor dem Schlafen nachdenken sollen“, erläutert Gosch.
Die Studie erstreckt sich über einen Zeitraum von einer Woche und umfasst zwei Treffen von maximal 90 Minuten in der Ambulanz, bei denen die Probanden umfassend informiert werden und einige Fragebögen ausfüllen. Außerdem fällt täglich ein Zeitaufwand von etwa fünf Minuten vor dem Schlafengehen an, ferner morgens noch ein paar Minuten, um die Trauminhalte in einem Traumtagebuch aufzuschreiben.
Wenn Sie bei der Studie mitmachen wollen und dabei auch einiges über Ihre Schlafqualität erfahren möchten, können Sie sich mit Stefanie Gosch per E-Mail in Verbindung setzen: studie_schlafqualitaet@stud.uni-frankfurt.de
Wie wirken Informationsbroschüren?
Für eine Online-Fragebogenstudie an der Universität Landau werden noch Teilnehmer gesucht. Sie werden gebeten, Informationsbroschüren zu einem aktuellen Thema zu bewerten und anzugeben, wie diese auf Sie wirken. Daraus sollen sich Gestaltungsrichtlinien ergeben, um den Informationsgehalt von Broschüren zu optimieren, wie sie etwa von Krankenkassen oder anderen Organisationen verteilt werden.
Das Bearbeiten dauert etwa 25 Minuten, der freiwillige Nachtest zirka 10 Minuten. Unter allen Teilnehmern, die zu beiden Messzeitpunkten den Fragebogen ausgefüllt haben, werden 3 Amazon-Gutscheine à 10 Euro verlost.
Zum Fragebogen:
https://methodenzentrum.dienst.uni-landau.de/
limesurvey_datenerhebung/index005.php
Was halten Sie vom Klimawandel?
Eine Onlinestudie an der Universität Trier beschäftigt sich mit dem öffentlichen Verständnis zum Thema Klimawandel. Die Teilnehmer werden nach ihrer Meinung zum Klimawandel und zu einigen anderen gesellschaftlichen Problemen befragt. Die Befragung ist anonym und dauert etwa 10 bis 15 Minuten.
Zur Studie: http://unipark.de/uc/DA_Albig/
Persönlichkeit von Computerspielern
Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Mainz werden Teilnehmer für eine Onlinestudie zur Persönlichkeit von Computerspielern gesucht. Teilnehmen können Spieler, aber auch Nichtspieler jeden Alters, die sich etwa 20 bis 30 Minuten für den Onlinefragebogen Zeit nehmen. Unter den Teilnehmern werden vier
Amazon-Gutscheine im Wert von 50 Euro verlost.
Zur Studie: www.bit.ly/gamestudie
Wie nehmen Sie Gesundheitsrisiken wahr?
Psychologen der Universität Münster führen eine Onlinebefragung zur Risikowahrnehmung von Todesursachen und Risikofaktoren bei Personen mittleren Alters durch. Per Fragebogen soll erforscht werden, wie Menschen gesundheitliche Risiken wahrnehmen. Die Ergebnisse können dabei helfen, neue Präventionsansätze für ein gesundes Altern zu entwickeln.
Zum Onlinefragebogen:
www.soscisurvey.de/risikowahrnehmunggesundheit
Stress im Studium
Die Onlinestudie zum Thema „Stress im Studium“ untersucht den Zusammenhang von Stresserleben, Stressbewältigung und Lebenszufriedenheit bei 18- bis 35-Jährigen und versucht herauszufinden, ob die Lebensphase des Studiums auch diese Bereiche maßgeblich beeinflusst. Die Beantwortung des Fragebogens dauert maximal 20 Minuten. Die Befragung ist anonym.
Zur Studie: www.soscisurvey.de/stressimstudium
Was hat dieses Lachen zu bedeuten?
Psychologinnen der Universität Zürich sind auf der Suche nach Personen, die wissen möchten, wie gut sie emotionale Qualitäten von Lachen einschätzen können. In der Untersuchung geht es darum, verschiedene Arten von Lachen (etwa „schadenfrohes Lachen“, „lüsternes Lachen“ etc.) in Videoclips zu erkennen und zu beurteilen. Die Bearbeitung dieser Untersuchung dauert etwa 120 Minuten.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten nach Abschluss der Studie – sofern gewünscht – eine Rückmeldung zu ihrer Fähigkeit, die verschiedenen Arten von Lachen korrekt zu erkennen.
Zur Onlineumfrage:
https://ww3.unipark.de/uc/laugh_to_me/
Zufriedenheit in der Partnerschaft
Für eine Onlinestudie zum Thema „Zufriedenheit in Partnerschaften“ werden vom Psychologischen Institut der Universität Leipzig erwachsene Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Damit man die Zufriedenheitswerte vergleichen kann, wäre es optimal, wenn beide Partner an der Studie teilnehmen.
Das Mitmachen nimmt etwa 15 Minuten in Anspruch. Vier bis sechs Wochen nach Abschluss der Studie können die Teilnehmer mit einem Codewort ihre persönlichen Ergebnisse aufrufen.
Zur Studie:
http://psychologicalresearch.net/studies/P/p03/
Spätfolgen politischer Traumatisierung
In einer Pilotstudie untersucht die Abteilung Medizinische Psychologie und Soziologie der Universität Leipzig, welche Auswirkungen politische Inhaftierung in der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone und DDR auf die nachfolgende Generation hat. Dafür werden Menschen im Mindestalter von 18 Jahren gesucht, die selbst nicht in Haft waren, aber deren Mutter und/oder Vater zu DDR-Zeiten aus politischen Gründen im Gefängnis saß.
Interessenten erhalten auf Anfrage einen Fragebogen. Alle Angaben werden vertraulich behandelt. Die Kosten für das Porto werden übernommen.
Weitere Informationen: Gregor Weißflog, Tel. 0341/97-15415, E-Mail: gregor.weissflog@medizin.uni-leipzig.de
Verhalten in Notsituationen
Ein Forschungsteam der Universität Greifswald sucht im Rahmen des europäischen Projekts „Behavior, Security and Cultur“ für eine Befragung Betroffene, die einen Brand, zum Beispiel einen Hausbrand, erlebt haben oder von einer Flut oder einem Hochwasser betroffen waren.
Das Projekt hat zum Ziel, menschliches Verhalten in Notsituationen von einem interkulturellen Standpunkt aus zu studieren. Es werden unterschiedliche Notsituationen untersucht und Informationen über die Wahrnehmung, die Gefühle, das Verhalten und die Kommunikation von Menschen gesammelt.
Durch Ihre Teilnahme liefern Sie wertvolle Informationen über die Erfahrungen und Bedürfnisse von Personen, die in einer Notsituation gefangen waren. Dies könnte hilfreich sein, um die Kommunikation im Notfall und die Notfalleinsatzabläufe weiter zu verbessern.
Zur Onlineumfrage:
www.besecu.de/html/germany/start.html
Weitere Informationen: daniela.knuth@uni-greifswald.de, Tel. 03834/863808
Chancen und Risiken für die Gesundheit
Gesucht werden Teilnehmer jeden Alters und Geschlechts für eine gesundheitspsychologische Onlineumfrage der Universität Konstanz. Der Onlinefragebogen ist zweigeteilt: Im (längeren) ersten Teil geht es um die Beurteilung von verschiedenen Chancen und Risiken für die Gesundheit, im zweiten Teil spezifisch um die Beurteilung von Pflanzenschutzmitteln. Die Befragung ist anonym. Insgesamt dauert die Beantwortung aller Fragen ca. 35 Minuten.
Zur Onlineumfrage: www.uni-konstanz.de/charis
Wie Adoptivkinder Konflikte bewältigen
Die Forschungsgruppe „Klinische Neuropsychologie des Kinder− und Jugendalters“ des Universitätsklinikums in Aachen sucht Adoptions- und Pflegefamilien, die sich an einer Studie zur psychosozialen Entwicklung von Kindern mit frühen Trennungserfahrungen beteiligen möchten. Untersucht werden Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren, die bei Adoptions- und Pflegefamilien groß geworden sind und nach dem sechsten Lebensmonat und vor dem dritten Lebensjahr von ihren biologischen Eltern getrennt wurden.
Ziel des Projektes ist, zu erforschen, ob frühe Trennungserfahrungen bei Konfliktsituationen zu unterschiedlichen Aktivitäten in bestimmten Hirnregionen führen. Dafür sollen das Kind und ein Elternteil der Adoptions- oder Pflegefamilie an kurzen Fragebögen und Interviews teilnehmen.
In einer Interaktionssituation soll ferner untersucht werden, wie das Kind auf eine soziale Konfliktsituation reagiert und mit dieser umgeht. Dafür wird das Kind an einem spielerisch gestalteten Computerspiel in einem Magnetresonanztomografie-Scanner teilnehmen. Es wird beobachtet, wie sich das Kind während wechselnder Spielbedingungen verhält und wie die neuronale Aktivität des Gehirns sich während dieser Situation verändert. Das Spiel dauert ungefähr zehn Minuten.
Die Familien erhalten 30 Euro für die Teilnahme und eine zusätzliche Fahrtkostenerstattung. Ebenfalls erhalten die Pflegeeltern eine ausführliche Diagnostik ihres Kindes und – sofern gewünscht – ein persönliches Beratungsgespräch mit einer klinischen Psychologin.
Kontakt: Vanessa Pütz, Tel. 0241/8088753,
E-Mail vpuetz@ukaachen.de
Ängstlichkeit im Grundschulalter
Eine Onlinestudie am Arbeitsbereich Entwicklungspsychologie der Universität Hamburg widmet sich dem Thema „Ängstlichkeit im Grundschulalter“. Die Studie ist anonym und kann jederzeit abgebrochen werden. Es ist nicht möglich, Rückschlüsse auf einzelne Teilnehmer zu ziehen.
Als Erstes werden 25 kurze Fragen an die Eltern gestellt, um eine Einschätzung des kindlichen Verhaltens aus Elternsicht zu bekommen. Anschließend folgt die Kinderbefragung, die etwa 25 Minuten dauert. Für die Durchführung des Tests ist es sinnvoll, dass die Kinder selbständig und unbeeinflusst antworten können. Teilnehmer benötigen einen Computer mit Lautsprechern oder Kopfhörern, da die Fragen für die Kinder vorgelesen werden.
Zur Studie: http://ww3.unipark.de/uc/BA-K/
Anorexie und Persönlichkeit
In Deutschland leiden derzeit etwa eine halbe Million Frauen unter
Anorexia nervosa, einer schweren psychischen Störung, die vor allem gekennzeichnet ist durch eine stark gezügelte Nahrungsaufnahme und ein extrem niedriges Körpergewicht. Eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Erkrankung könnten Defizite im Umgang mit eigenen Gefühlen und eine eingeschränkte gedankliche Flexibilität spielen.
In einer aktuellen Studie der Universitätsklinik Heidelberg werden diese Faktoren bei Frauen untersucht, die früher an einer Magersucht litten, um festzustellen, inwiefern es sich dabei um anhaltende Persönlichkeitsmerkmale handelt. Es werden noch Teilnehmerinnen gesucht.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Dipl.-Psych. Timo Brockmeyer, Tel. 06221/547747, E-Mail timo.brockmeyer@zpp.uni-hd.de
Therapie bei Traumata
EMDR-Behandlung durch
PD Dr. Martin Sack
Die Klinik für Psychosomatische Medizin des Klinikums rechts der Isar der TU München startet ein Forschungsprojekt zur Behandlung von Patienten mit posttraumatischen Belastungsstörungen. Untersucht werden die Wirkmechanismen der sogenannten EMDR-Methode, mit deren Hilfe die Folgen schwerer psychischer Traumatisierungen behandelt werden können. Bei dieser Methode folgt der Patient mit den Augen der sich hin- und herbewegenden Hand des Therapeuten, während er sich an das belastende Erlebnis erinnert. Die Wirksamkeit der EMDR-Behandlung ist wissenschaftlich bereits sehr gut nachgewiesen. Dennoch ist nach wie vor nicht geklärt, worauf dieser Effekt beruht.
Die ersten Behandlungen im Rahmen der Studie haben bereits begonnen. Es werden noch weitere Patientinnen und Patienten gesucht, die an posttraumatischer Belastungsstörung leiden und einen Therapiewunsch haben. Kontaktaufnahme über Dr. Julia Körner (089/4140-6435) oder PD Dr. Martin Sack (089/4140-4312).
- Bild: Klinikum rechts der Isar
Studie zu Emotionen
Am Psychologischen Institut der Universität Zürich werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine Onlinestudie zur emotionalen Intelligenz gesucht. Wer mitmacht, kann nach Beendigung der Studie auf Wunsch eine individuelle Rückmeldung erhalten.
Zur Studie: http://tinyurl.com/onlinestudie
Glücksspiel in Deutschland
Die Universitätskliniken Schleswig-Holstein und Greifswald führen gemeinsam eine großangelegte Studie zum Thema Glücksspiel durch. 12.000 Personen sollen im Rahmen einer Bevölkerungsbefragung zu ihrem Spielverhalten interviewt werden. Damit zählt die Studie zu den weltweit größten Forschungsprojekten auf diesem Gebiet.
Ziel ist, umfassende Erkenntnisse über das Ausmaß der Nutzung von Glücksspielangeboten in Deutschland und die Auswirkungen auf das Leben der Spielenden zu gewinnen. Für die Befragungen sucht das Forschungsteam Menschen im Alter von 14 bis 64 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet, die Glücksspielangebote intensiv nutzen oder in der Vergangenheit genutzt haben. Dazu zählen Casinos, Geldspielautomaten, Onlineglücksspiele, Sport- oder Pferdewetten, Lotto/Toto, Kartenspiele mit Geldeinsatz oder riskante Aktiengeschäfte. Eine Aufwandsentschädigung ist vorgesehen.
Interessenten, die an der Studie teilnehmen möchten, erhalten Auskunft unter der gebührenfreien Rufnummer 0800/7087087 oder per E-Mail: page@uni-greifswald.de.
Depression und Informationsverarbeitung
Fast jede und jeder Fünfte erleidet mindestens einmal im Leben eine behandlungsbedürftige Depression. Noch immer ist vergleichsweise wenig über diese häufige Erkrankung bekannt. Die Arbeitsgruppe „Affektive Erkrankungen“ an der Charité Berlin führt nun eine Untersuchung zum Thema Stress und Aufmerksamkeit bei ehemals depressiven Patienten durch.
Ziel der Studie ist, die Konzentration und Informationsverarbeitung von Menschen zu untersuchen, die schon einmal eine Depression durchgemacht haben. Die Ergebnisse sollen zum besseren Verständnis und zur besseren Therapie dieser Erkrankung beitragen. Als Teilnehmer werden Personen gesucht, deren letzte depressive Episode mindestens sechs Monate zurückliegt.
Nähere Informationen und Anmeldung telefonisch (Claudia Lange: 030/450517176) oder per E-Mail: claudia.lange@charite.de oder katarina.mravak@charite.de
Neuropsychologen suchen Zwillinge
Die Universität München sucht für eine neuropsychologische Studie gesunde erwachsene eineiige und gleichgeschlechtlich zweieiige Zwillinge. Etwa zweieinhalb Stunden sind für Gespräche, neuropsychologische Tests und Fragebögen veranschlagt. Anschließend werden die Probanden noch einmal eine Stunde lang im Magnetresonanztomografen (MRT) untersucht, während sie bestimmte Aufgaben lösen müssen – zum Beispiel: das Gegenteil von dem antworten, was ihnen als Antwort auf der Zunge liegt. Ferner wird ein DNA-Test anhand einer Speichelprobe erhoben.
Die Zwillinge bekommen die Reisekosten erstattet und erhalten zusätzlich eine Aufwandsentschädigung von jeweils 50 Euro.
Kontakt per E-Mail: zwillingeinmuenchen@hotmail.de
oder per Telefon: 089/51605780
Rückfall in die Depression
In Deutschland leiden fünf bis sechs Millionen Menschen an einer Depression. Glücklicherweise stehen wirksame Behandlungsformen zur Verfügung. Doch sowohl nach einer Psychotherapie als auch nach einer medikamentösen Behandlung kann es zu Rückfällen kommen. Eine Studie am Zentrum für Psychologische Psychotherapie der Universität Heidelberg beschäftigt sich mit möglichen Risikofaktoren für depressive Rückfälle.
Verglichen werden dabei einerseits Personen, die bereits unter einer Depression litten, aktuell aber nicht mehr davon betroffen sind, und andererseits Personen, die noch nie an einer Depression litten. Es werden noch freiwillige Teilnehmer für die Studie gesucht. Die Teilnahme umfasst das Ausfüllen von Fragebögen, ein Interview und einige Konzentrations- und Erinnerungsaufgaben. Die Untersuchung dauert etwa eineinhalb Stunden und wird mit einer Aufwandsentschädigung von € 20 vergütet.
Interessierte melden sich bitte bei: Diplompsychologe Timo Brockmeyer, Tel. 06221/547747, E-Mail: timo.brockmeyer@zpp.uni-hd.de
Risiko- und Schutzfaktoren für Kinder
Psychologen der Philipps-Universität Marburg beschäftigen sich mit Risiko- und Schutzfaktoren bei Kindern psychisch kranker Eltern. Diese Kinder sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. So können etwa Entwicklungsverzögerungen auftreten, und die Betroffenen sind gefährdet, später in ihrem Leben selbst psychische Störungen zu entwickeln. Obschon es für diese Familien bereits einige präventive Angebote gibt, existiert bislang kein deutschsprachiges Instrument zur Risiko- und Schutzeinschätzung dieser Kinder. Diese Lücke soll ein in Marburg entwickelter Fragebogen schließen.
Bevor dieser Fragebogen jedoch bei betroffenen Familien eingesetzt werden kann, ist es nötig, ihn zunächst in gesunden Familien zu erproben, und zwar mittels einer möglichst großen und repräsentativen Stichprobe. Sie können dieses Projekt unterstützen, indem Sie den Fragebogen online ausfüllen. Befragt werden Eltern mit Kindern zwischen 4 und 16 Jahren. Die Befragung dauert etwa 15 Minuten. Die Daten werden anonym und nur zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet. Zum Onlinefragebogen:
http://spreadsheets.google.com/viewform?
formkey=dFdZYnVDM21KS2JMM0dmUFN5NldCTnc6MA
Behandlung gegen das Gefühl des Beschmutztseins nach erlittenem Kindesmissbrauch
Viele Frauen, die im Kindes- oder Jugendalter sexuell missbraucht wurden, leiden noch im Erwachsenenalter unter einem Gefühl des Beschmutztseins. Sie fühlen sich schmutzig, besudelt, so als könne man ihnen den Missbrauch heute noch ansehen. Manche haben das Gefühl, die Spuren des Täters auf ihrer Haut nach wie vor zu spüren oder zu riechen. Dies wird oftmals als sehr belastend erlebt und kann zu zahlreichen Beeinträchtigungen im Alltag führen.
Die Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Goethe-Universität Frankfurt hat ein neuartiges Behandlungskonzept entwickelt, das in nur einer Sitzung (à 90 Minuten) bei anschließendem Einsatz der vermittelten Methode dieses Gefühl von Beschmutztheit reduzieren soll. Um die Wirksamkeit der Behandlungsmethode nachzuweisen, werden für eine Studie betroffene Frauen gesucht.
Informationen: Diplompsychologin Kerstin Jung, Universität Frankfurt, E-Mail: k.jung@psych.uni-frankfurt.de
Wie Babys Sprache lernen
Für eine große Studie zum Sprachverstehen sucht das Babylabor der Universität Hamburg Eltern, die gemeinsam mit ihrem Kind teilnehmen. Gesucht werden Babys und Kleinkinder in den ersten Lebensjahren. Die Forscherinnen beschäftigen sich mit der Frage, wann Babys beginnen, Wortspeicher anzulegen und welche Ordnungsprinzipien sie als Erstes benutzen.
Interessierte Eltern können sich auf www.babylab.uni-hamburg.de informieren, ihre Kontaktdaten hinterlassen oder unter angelika.becker@uni-hamburg.de oder telefonisch unter 040/428385835 weitere Informationen erhalten.
Depressionen nach der Geburt
Viele Mütter erleben die ersten Monate nach der Geburt eines Kindes als besonders intensiv und bereichernd. Gleichzeitig ist die Umstellung auf ein Leben mit dem Baby aber auch eine große Herausforderung, und nicht selten treten Gefühle von Erschöpfung, Traurigkeit oder Ängsten auf, die bis hin zu einer postpartalen Depression reichen können. Betroffene leiden unter Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit, sie berichten von einem Gefühl der inneren Leere sowie Versagensängsten oder Unruhe, aber auch Schlafstörungen und Appetitlosigkeit können Anzeichen für eine depressive Erkrankung sein..
Weil nicht nur die Mütter, sondern auch ihre Kinder von der Erkrankung betroffen sind, wollen Forscherinnen der Universitätsklinik Heidelberg in einer neuen Studie mehr über mögliche Auswirkungen einer depressiven Erkrankung auf die Mutter-Kind-Beziehung und auf die kindliche Entwicklung erfahren. Teilnehmen können Mütter, die während der Schwangerschaft oder nach der Geburt unter Depressionen gelitten haben oder immer noch darunter leiden und deren Kinder vier Monate oder jünger sind.
Frauen, die teilnehmen oder sich unverbindlich informieren wollen, können unter der Telefonnummer 06221/5636823 anrufen oder eine E-Mail schreiben an: daniela.noe@med.uni-heidelberg.de. Teilnehmerinnen erhalten auf Wunsch professionelle Beratung und eine Rückmeldung über die kindliche Entwicklung sowie die Mutter-Kind-Beziehung. Eine Aufwandsentschädigung ist möglich.
Gefühle und Textverständnis
Wie wirken Gefühle auf unser Textverständnis? Dieser Frage gehen Persönlichkeitspsychologen der Universität Leipzig in einer Onlinestudie nach. Es geht dabei um das Einfühlungsvermögen und Gefühle allgemein und das Erfassen von Mitteilungen.
Einen Text zu verstehen, kann sehr wichtig sein, etwa wenn es sich um einen Warnhinweis handelt. Was aber passiert, wenn zum Beispiel die Angst vor einer Gefahr schon so groß ist, dass der Text dadurch nicht mehr verstanden wird? Die Forscher suchen noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter ab 18 Jahren. Die persönlichen Ergebnisse können später anonym abgerufen werden.
Zur Onlinestudie: www.psychologicalresearch.net
Therapie für Jugendliche und junge Erwachsene mit sozialer Phobie
Soziale Phobien zählen zu den häufigsten psychischen Störungen im Jugendalter. Die Betreffenden haben dauerhafte und übertriebene Angst vor Begegnungen mit anderen, insbesondere mit ihnen nicht bekannten Menschen, aber auch vor Situationen, in denen Leistungen von ihnen erwartet werden. Im Rahmen einer Therapieforschungsstudie soll nun unter anderem die Wirksamkeit eines neuen kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungsansatzes bei Jugendlichen überprüft werden.
Das Team der Goethe-Universität Frankfurt sucht dazu Studienteilnehmer im Alter zwischen 14 und 20 Jahren mit sozialer Phobie. Die Behandlung ist als Einzeltherapie angelegt und umfasst – nach einer Phase der Eingangsdiagnostik – 25 Therapiesitzungen. Nach Beendigung der Therapie erfolgen jeweils nach sechs und zwölf Monaten Nachfolgeuntersuchungen.
Informationen: Diplompsychologin Franziska Schreiber, Universität Frankfurt, Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie, Campus Bockenheim; Telefon: 069/798-23973; E-Mail: schreiber@psych.uni-frankfurt.de.
Wie gefährlich sind Magersucht-Websites?
Eine Studie am Universitätsklinikum Heidelberg beschäftigt sich mit Internetblogs zum Thema Essstörungen. Blogs sind eine Art Onlinevariante von Tagebüchern. Menschen berichten darin regelmäßig über ihr tägliches Leben, ihre Aktivitäten, besondere Ereignisse, Einstellungen, Gefühle.
In der Studie geht es insbesondere um Blogs, in denen eine positive Haltung zu Essstörungen wie der Magersucht ausgedrückt wird (unter den Schlagwörtern „Pro-Ana“ oder „Pro-Anorexie“ bekannt). Diese Auftritte stehen im Verdacht, Essstörungen in ein positives Licht zu rücken und als erstrebenswerten Lebensstil zu verherrlichen. In der Studie soll erstmals wissenschaftlich überprüft werden, welche Auswirkungen das Lesen der Blogs auf das Befinden der Leserinnen und Leser hat. Die Studie beinhaltet einige Fragebögen, die Teilnehmer lesen einen Text und schreiben ihre Gedanken dazu auf. Das Ganze dauert etwa 50 Minuten.
Die Studie wurde von der Ethikkommission der Uniklinik Heidelberg als unbedenklich eingestuft. Zur Onlinestudie:
www.e-mental-health.eu/studie
Psychologie der Körpergröße
Die Körpergröße ist ein vorgegebenes Merkmal. Jeder Mensch muss mit seiner individuellen Körpergröße leben, ob sie ihm gefällt oder nicht. Sie ist immer noch Diskussionsstoff für Eigenschaftsmerkmale, die sich im Volksmund festgesetzt haben, wie zum Beispiel „Giftzwerg“ oder „langer Lulatsch“. Daraus entwickeln sich Volksweisheiten, die etwa kleinen Menschen Machtstreben oder großen Menschen Tapsigkeit zuschreiben. Was sind die zentralen Unterschiede? Welche Ideale von großen und kleinen Menschen haben wir? Und wie lebt es sich mit seiner individuellen Körpergröße?
Diesen Fragen geht eine Studie im Fachbereich Psychologie der Universität der Bundeswehr in München nach. Alle, die mitmachen, werden später ausführlich über die Ergebnisse informiert und können zusätzlich an einer Verlosung teilnehmen (mehr dazu finden Sie auf der letzten Fragebogenseite).
Zum Fragebogen: ww3.unipark.de/uc/
m_uni_der_bundeswehr_maes_test/604b/
Sexuell befriedigt?
Nicht immer ist Sex auch befriedigend. Lust und Unlust sind ein wichtiges Thema in der Sexualmedizin. Mithilfe mehrerer Fragebögen im Internet erstellt Dr. Susanne Philippsohn, Ärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Klinische Psychologie der Medizinischen Hochschule Hannover, eine Studie zum Gefühl sexueller Befriedigung nach Geschlechtsverkehr und nach Selbstbefriedigung. „Dabei ist wichtig, dass nicht nur Männer und Frauen mit einer für sie befriedigenden Sexualität teilnehmen, sondern auch Menschen, die mit ihrer Sexualität gerade nicht so glücklich sind“, sagt Philippsohn.
Zum Fragebogen: http://umfrage.mh-hannover.de/
psychologie-umfrage.html
Wie schätzen Sie Situationen ein?
Das Psychologische Institut der Universität Erlangen-Nürnberg sucht Teilnehmer für ein Onlineexperiment. Darin geht es neben einem Geschicklichkeitsspiel und einem Spiel zum Thema „Zufall“ auch darum, wie Sie bestimmte Situationen einschätzen. Das Experiment ist kurz (etwa fünf Minuten), unterhaltsam und dient ausschließlich nichtkommerziellen Forschungszwecken.
Zum Experiment: www.tue-tm.org/surveys/spielmit.htm
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