www.psychologie-heute.de | Artikelübersicht Heft 2/10
DIE ARTIKEL IM HEFT 2/2010
ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN

Ja oder nein oder weder noch?

Warum uns Entscheidungen oft so schwerfallen

In der heutigen Zeit mit ihren zahlreichen Wahlmöglichkeiten erscheinen uns viele Entscheidungen unendlich kompliziert. Mit Nachdenken allein kommen wir oft nicht weiter. Aber können wir unserem Gefühl vertrauen? Und gibt es sie überhaupt – die richtige Entscheidung? Von Ursula Nuber

Warum wir uns oft falsch entscheiden

Wie entscheiden Menschen in riskanten und unübersichtlichen Situationen? An der New Yorker Columbia University gibt es ein „Zentrum für Entscheidungswissenschaften“, das desaströses Verhalten der Akteure in der Finanzkrise und unseren alltäglichen Umgang mit ökologischen Fragen untersucht. Ein Gespräch mit der Direktorin dieses Zentrums, der Psychologin Elke Weber.
EMOTIONEN

„Sie müssen brennen!“

Wie leidenschaftlich können wir leben?

Leidenschaften sind die „Wildwasser der Seele“, meinte Nietzsche. Eine andere beliebte Metapher ist das „Feuer“, das in uns brennt. Wieder andere sehen in der Leidenschaft das Gewürz, ohne das unsere Liebe, unsere Arbeit und unsere Freizeit schal schmecken. Und noch immer gilt, dass wir nur als „Passionierte“ erfolgreich oder brillant sein können. Ein Psychologe aus Kanada hat erforscht, wie unterschiedlich Leidenschaft wirkt: Sie kann uns zerstören, aber auch das maximale Glück verschaffen. Von Jochen Metzger
FINANZMORAL

Die Unehrlichkeit ehrlicher Leute

Wer hat nicht schon mal einen Handwerker schwarzarbeiten lassen oder bei der Steuererklärung geschummelt? Das Selbstverständnis, ein anständiger Mensch zu sein, wird dadurch allerdings meist kaum tangiert. Selbst verurteilte Wirtschaftskriminelle halten sich oft für ehrenhafte Leute. Wie lässt sich diese Doppelmoral in puncto Finanzen erklären? Von Annette Schäfer
PSYCHIATRIEKONTROVERSE

Die neue Zweiklassenpsychiatrie

Der Psychiatrie ist Konkurrenz entstanden. Mit der Etablierung der Psychosomatik als eigenständiger Disziplin hat ein Wettbewerb um Betten und Patienten eingesetzt. Doch es ist ein ungleicher Konkurrenzkampf, beklagt der Sozialpsychiater Asmus Finzen in diesem Meinungsbeitrag: Die psychosomatischen Kliniken pickten sich die pflegeleichten und gutsituierten Patienten heraus, während die ernsthaft Erkrankten in den psychiatrischen Einrichtungen landeten – so entstehe eine neue Zweiklassenpsychiatrie. Von Asmus Finzen

Den falschen Feind bekämpft

Ist es die Schuld der Psychosomatik, wenn sich Psychiater in der Rolle des Pillenverschreibers wiederfinden? Oder hat sich die Psychiatrie mit ihrem einseitig biologischen Modell und der Vernachlässigung der Psychotherapie nicht vielmehr selbst in diese Position hineinmanövriert? – Eine Erwiderung auf den Beitrag von Asmus Finzen. Von Peter Henningsen
ERZIEHUNG

Zu gut fürs Kind?

Wenn eine Frau heute Mutter wird, will sie möglichst alles richtig machen. Dabei muss sie aufpassen, dass sie nicht des Guten zu viel tut. Was die Interaktion zwischen Mutter und Baby angeht, sind sich Experten einig: Eine gute Mutter sollte zwar feinfühlig sein, aber wenn sie in der Beziehung zu ihrem Kind absolute Harmonie anstrebt, läuft sie Gefahr, ihrem Sprössling in seiner Entwicklung ungewollt zu schaden. Von Anne-Ev Ustorf

„Sie können es nicht ertragen, gehasst zu werden“

Manche Mütter wollen ihre Mutterrolle perfekt ausfüllen. Doch was steckt hinter diesem Wunsch? Ein Interview mit der Psychoanalytikerin Judith Jackson, deren Forschungsschwerpunkt auf dem Phänomen des too-good mothering liegt.
PSYCHOLOGIE UND HUMOR

„Ich habe eine krankhafte
Neigung zum Humor“

Der Schriftsteller Jakob Hein – Autor des kürzlich erschienenen Romans „Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand“ – arbeitet in seinem Brotberuf als Psychiater an der Charité-Uniklinik in Berlin. Und findet: Seine beiden Karrieren ergänzen sich wunderbar.
TECHNIK UND ALLTAG

Mensch – Maschine – Ärger!

Je komplizierter technische Geräte werden, desto mehr Ärger können sie bei ihren Benutzern verursachen. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht schon einmal gern seinen PC aus dem Fenster geworfen oder eigenhändig zertrümmert hätte. Wenige, die nicht bei der Installation eines neuen DVD-Rekorders kurz vor der Kapitulation standen. Hilfe kommt nun verstärkt aus der psychologischen Forschung, die sich intensiv damit beschäftigt, wie Apparate anwenderfreundlich und klug gestaltet werden können. Von Eva Tenzer
BERUFSWAHL

„Was soll aus mir werden?“

Seit Generationen fragen sich Schulabgänger: Welchen Beruf soll ich ansteuern? Doch die Entscheidung für einen bestimmten Weg wird immer schwieriger. Schülercoaching kann bei der Berufsorientierung helfen. Von Anne Otto

„Das Wichtigste ist, sich selbst kennenzulernen“

Ein Gespräch mit der Pädagogin Helen Knauf über die Situation von Abiturienten vor und nach dem Schulabschluss.
KULTURGESCHICHTE

Die Welt als Wundertüte

Max Weber nannte es „die Entzauberung der Welt“: Seit mit dem Aufbruch in die Moderne Vernunft und Wissenschaft über Religion und Aberglaube triumphierten, gibt es in unserem Denken keinen Platz mehr für Mysterien. Eigentlich. Gleichwohl glaubt laut Umfragen eine Mehrheit der Menschen an Wunder. Doch was ist überhaupt gemeint, wenn wir heute von Wundern reden? Von Alexander C. T. Geppert und Till Kössler
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