MÄNNER
Wozu sind Männer gut?
Neue Erkenntnisse über ein schwaches Geschlecht
Frauen und Männer passen einfach nicht zueinander, meint Loriot. Das mag sein, aber sie haben im Laufe der Geschichte meistens optimal zusammengearbeitet, behauptet Roy Baumeister: Die Kultur hat unser geschlechtertypisches Verhalten geprägt, und die dabei entstandenen Unterschiede sind weniger im Können als im Wollen begründet. Frauen wollen schlicht etwas anderes als Männer ….
Von Roy F. Baumeister
Die männliche Angst
vor den Gefühlen
Der Schlüssel zum Verständnis des modernen Mannes liegt in seinem unterdrückten Gefühlsleben. Weil Männer lieber „sachlich“ und „effektiv“ sein wollen, verdrängen sie alles, was dabei stören oder verunsichern könnte, nämlich die Gefühle. Doch für diese Abspaltung zahlen sie einen hohen psychischen und gesundheitlichen Preis.
Von Björn Süfke
ESOTERIK
Die neun Mythen der Esoterik
Meinen Sie nicht auch, dass man Entscheidungen besser mit dem Herzen als mit dem Verstand trifft? Dass man mit positivem Denken viel erreichen kann? Falls Sie zustimmen, sind auch Sie in die Esoterikfalle getappt. Etliche Glaubensgrundsätze aus dieser Szene sind inzwischen allgemein verbreitet und gelten bei vielen als Tatsachen. Ein großer Irrtum!
Von Wolf Schneider
PERSONALAUSWAHL
Geheimsystem der Menschenkenntnis
Die Renaissance der Psychophysiognomik
Psychophysiognomiker wollen anhand von Kopfform und Nase erkennen, ob ein Bewerber für eine Stelle geeignet ist. Dass die Gesichterlehre als Wissenschaft völlig diskreditiert ist, scheint indes manchen Personalchef nicht zu stören. Im Gegenteil: In vielen Konzernen steht die unseriöse Methode hoch im Kurs.
Von Bärbel Schwertfeger
POLITIK UND RELIGION
„Die Politik instrumentalisiert die Religion“
Kreationisten gehen davon aus, dass Mensch und Tier vor rund 10.000 Jahren mithilfe einer supernatürlichen Intelligenz erschaffen wurden. In den USA wird diese religiöse Weltanschauung bereits im Fach Biologie gelehrt. Der Theologe und Psychoanalytiker
Eugen Drewermann nimmt Stellung zu diesem Phänomen und spricht über die Rolle, die der Glaube in unserem Leben spielen könnte.
PSYCHOLOGIE UND WIRTSCHAFT
Warum noch arbeiten?
Bislang ist es noch eine Utopie, jedoch eine, über die heftig debattiert wird: Ob Arm, ob Reich, ob Studentin oder Rentner – was geschähe, wenn der Staat jedem Bürger ein bedingungsloses Grundeinkommen zahlte? 600 bis 1000 Euro könnten die grundlegenden Bedürfnisse decken, meinen die Befürworter. Die Kritiker befürchten großen volkswirtschaftlichen Schaden, wenn keiner mehr arbeiten muss. Was jedoch genau passieren würde, wenn es ein Grundeinkommen gäbe, weiß zurzeit niemand zu sagen.
Von Josefine Janert
Ins Abseits gedrängt
Der Arbeits- und Organisationspsychologe
Gert Beelmann über das bedingungslose Grundeinkommen.
PSYCHOLOGIE & PRAXIS
Psychotherapeuten: Schluss
mit der Selbstüberforderung!
Psychotherapeut ist ein ungewöhnlich belastender Beruf, der allzu häufig in Resignation und Burn-out mündet. Das liegt zum erheblichen Teil an überzogenen Ansprüchen, die viele Therapeuten an sich selbst, ihre Patienten und ihr Methodenrepertoire anlegen.
Von Nicolas Hoffmann und Birgit Hofmann
ROBOTERPSYCHOLOGIE
Roboter: Lieferanten sozialer Nähe
Roboter können uns bei der Hausarbeit helfen und als soziale Gefährten dienen. Was wie Zukunftsmusik klingt, ist heute teilweise schon Realität. Die Computergesellschaft entwickelt sich zur Robotergesellschaft. Sogar für psychotherapeutische Zwecke werden Roboter eingesetzt: Sie helfen autistischen Kindern, Schmerzpatienten im Krankenhaus oder Altenheimbewohnern.
Von Nicola Döring
Beachten Sie bitte: Zu diesem Artikel gibt es eine Literaturliste, die nur im Internet abrufbar ist – Sie finden sie unter der Adresse:
www.psychologie-heute.de/literaturliste/
roboterpsychologie_0803.html
Weitere Seiten zum Heft 3/08 (vergriffen):